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Met ist gerade in der kalten Jahreszeit, heiß genossen, eine echte Delikatesse und vor allem eine wirkliche Alternative zu Glühwein & Co, die nach der dritten Weihnachtsfeier auch nicht mehr so richtig schmecken wollen. Und was die alten Germanen konnten, können wir auch - und machen unser Met selber! Hier das Rezept...
Zutaten: 5 kg Honig ca. 50 g Reinzuchthefe (optima: Portwein, Malaga oder Burgund) oder 0,25 l Bier-Flüssig-Hefe Wasser
Den Honig (am besten unbehandelten) etwa zwei Stunden mit so wenig Wasser wie nötige köcheln lassen, er sollte sich dabei auf jeden Fall noch leicht umrühren lassen. Zwischendurch die Schwebstoffe (natürliche Unreinheiten im Honig) abschöpfen.
Den Sud in ein Behältnis geben und mit Wasser auf 10 Liter auffüllen. Die Art des Gefäßes spielt dabei keine Rolle, ein sauberer Plastikeimer mit Deckel ist hier völlig ausreichend. Warten, bis der Sud auf unter 28 Grad C abgekühlt ist, dann die Hefe hinzufügen. Keine Backhefe verwenden. Hefe gibt’s beispielsweise bei der Bäuerlichen Genossenschaft. Wer keine bekommen kann – flüssige Bierhefe gibt’s in jedem Reformhaus.
Wichtig aber ist in jedem Fall: Der Sud muss zwischen 20 und 28 Grad warm sein. Bei darüber liegenden Temperaturen sterben die Hefebakterien ab, bei Temperaturen darunter neigen die kleinen Alkoholproduzenten zu allgemeiner Unlust und -tätigkeit. Nun noch luftdicht verschließen und der Gärprozess kann beginnen.
Damit die Gase, die bei diesem Prozess entstehen, dann aber auch aus dem Eimer entweichen können, gibt es zwei Möglichkeiten: Der versierte Tüftler bohrt ein Loch in den Deckel und steckt einen Abflußsyphon in das Loch. Wasser rein – fertig ist das Ventil, die Luft kann raus, aber keine rein. Einfacher ist allerdings das feuchte Geschirrhandtuch, das wir über die Öffnung legen und dann mit Deckel oder Holzbrettchen abdecken.
Bei Zimmertemperatur (20 – 28 Grad C) 2 bis 3 Wochen warten. Zwischendurch die „Qualitätskontrolle“ nicht vergessen. Der Met ist fertig, wenn er bei der – regelmäßigen – Verkostung nicht mehr perlt. Dann abfüllen. Entweder den gesamten Eimer in einen anderen umkippen und aufpassen, dass die Hefe, die sich auf dem Boden abgesetzt hat, nicht mitkommt (Geschirrhandtuch als Filter) und von da dann in die (Kork-)Flaschen oder einfach den Abflusshahn unten am Eimer/Gärbehälter öffnen.
Schicke Eimer mit einem Loch im Deckel, einem Ausguss unten und einem Syphon gibt es beispielsweise bei www.bier-kwik.de
Das fertige Produkt sollte so um die 10 bis 15 Volumenalc haben.
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